Auf der Pinnwand werden Projekte zum Thema Bootsbau von aktuellen und ehemaligen Schülern der Landesberufsschule für Bootsbauer vorgestellt.

Beruf lernen und leben!

Mit der Crew der 21.4 auf zu neuen Ufern

30 Meter Höhe, der Himmel ist klar, die Sonne scheint, der Wind pfeift, eine unendliche Freiheit und plötzlich schallt das Kommando übers Schiff. „All hands on deck!“ Jetzt muss jeder Handgriff sitzen. Die gesamte Crew wartet auf das Kommando vom Kapitän. „Segel setzen!“, es wird gefiert und geholt bis die Segel prall im Wind stehen. Nach dem erfolgreich ausgeführten Manöver fiel auf, dass ein Segel am Großtop killt.

Um ein Schiff auf der gewünschten Route zu steuern erfordert es verschiedene Segelmanöver. Da wir alle in diesem Bereich durchaus unerfahren waren, waren wir auf eine fachliche Anweisung der Toppsgasten angewiesen. Sie sind das Bindeglied zwischen Kapitän und der Crew und leiten die Manöver an Deck an. Es hagelt Befehle und die Tampen Jagd beginnt. Über vierzig Leinen wollen während eines Manövers bedient werden. Die Halse ist die einfachste Art der Richtungsänderung auf einer Brigg. Dabei dreht das Schiff mit dem Heck durch den Wind. Die Vorsegel müssen dabei auf die andere Seite des Schiffes geholt werden. Sie werden geschiftet. Die Rahsegel können gemütlich nachgestellt, also gebrasst werden. Spätestens nach dem Richtungswechsel sind die Kühltürme von Warnemünde wieder am Horizont zu erblicken.
 

30 Meter Höhe, der Himmel ist klar, die Sonne scheint, der Wind pfeift, eine unendliche Freiheit und plötzlich schallt das Kommando übers Schiff. „All hands on deck!“ Jetzt muss jeder Handgriff sitzen. Die gesamte Crew wartet auf das Kommando vom Kapitän. „Segel setzen!“, es wird gefiert und geholt bis die Segel prall im Wind stehen. Nach dem erfolgreich ausgeführten Manöver fiel auf, dass ein Segel am Großtop killt.
Um ein Schiff auf der gewünschten Route zu steuern erfordert es verschiedene Segelmanöver. Da wir alle in diesem Bereich durchaus unerfahren waren, waren wir auf eine fachliche Anweisung der Toppsgasten angewiesen. Sie sind das Bindeglied zwischen Kapitän und der Crew und leiten die Manöver an Deck an. Es hagelt Befehle und die Tampen Jagd beginnt. Über vierzig Leinen wollen während eines Manövers bedient werden. Die Halse ist die einfachste Art der Richtungsänderung auf einer Brigg. Dabei dreht das Schiff mit dem Heck durch den Wind. Die Vorsegel müssen dabei auf die andere Seite des Schiffes geholt werden. Sie werden geschiftet. Die Rahsegel können gemütlich nachgestellt, also gebrasst werden. Spätestens nach dem Richtungswechsel sind die Kühltürme von Warnemünde wieder am Horizont zu erblicken.
Das Rigg ist der Stolz und der Antrieb der Brigg Roald Amundsen. Zwei 35 Meter hohe Masten, gehalten von Wanten und Pardunen. Jeder Mast trägt 5 Rahen, an denen die über 850 m2 Segelfläche angeschlagen ist. Mit bis zu 8 Leuten auf einer Rah, werden die Segel ein und ausgebracht. Über Taue und Blöcke werden die Segel anschließend von Deck aus bedient und auf Nagelbänken belegt. Uns brachte das Rigg große Freude. Ob in der Nachtwache auf einem abgeschlagenen Segel liegend die Sterne zu beobachten oder bei Tag im Masttopp das strahlend blaue Wasser und die Weiten des Meeres zu bewundern, hatte einen magischen Effekt. Nach getaner Bordarbeit brachte uns der Sprung vom Klüverbaum in die Ostsee eine erfrischende Abkühlung.
Trotz seebedingter körperlicher Ausfallerscheinungen gingen zwar einige Leckereien der Kombüse über Bord, jedoch nicht die Motivation. So beschwerlich es auch schien durch die Nacht zu segeln, es entpuppte sich als wahres Abenteuer. Nach zwei Tagen waren alle mit Fische füttern fertig und der Spu(c)k war vorbei. Es folgten herrliche, sonnige Tage auf See mit abenteuerlichen Schwimmsessions, schwarzen Rittern (gesponsert vom Kapitän) und musikalisch untermalten Spieleabenden. Da unsere Crew Unmengen an Proviant vertilgte, legten wir einen Stopp in Grömitz ein. Mit gefüllten Vorratskammern segelten wir weiter. Eines der Highlights war sicherlich bei Wind und Wetter in den Rahen zu klettern. Dieser Nervenkitzel schweißte uns als Crew zusammen. Am letzten Abend gab es noch ein gemeinsames Abendessen, bei dem noch einmal alle auf ihre Kosten kamen…und das war unser Abenteuer in der Berufsschulzeit!

Autoren: Bootsbauerinnen und Bootsbauer der BO 21.4 gemeinsam mit Frau de Greef

Bilder: Anton Blanke

Video: Jonas Müßig

Tagesberichte:

https://www.sailtraining.de/tagesmeldung-vom-18-09-2022/

Video

https://youtu.be/B1de54PM3PY

 

Unsere Klasse, die Bo 21.1 hat als Projektreise das Oehavets Smakke- og Kulturcenter auf der dänischen Insel Strynø bereist, um dort traditionelle skandinavische Holzboote zu bauen, zu reparieren, zu segeln und damit zu fischen.

Hier einige Auszüge aus den Dokumentationen über die Reise:

Infos, Orga vor der Reise
Anreise erfolgt mit einem Reisebus und der Fähre
Reisekosten beinhalten Unterkunft, Anreise, Verpflegung
Unterkunft in „Tippi Zelten“ vom Smakke-Center oder in eigenen Zelten. Schlafsäcke & Isomatten müssen mitgenommen werden!
Alle Auszubildenden brauchen einen offiziell gültigen Nachweis über die Schwimmfähigkeit, damit sie auf Strynö segeln und schwimmen gehen dürfen. Einige von uns mussten eine Schwimmprüfung im Schwimmbad in Lübeck nachholen (mindestens Bronze Abzeichen nötig).
Gruppen von ca. 4 Personen (abhängig von der Klassengröße) für die Verpflegung. Jede Gruppe bereitet einen Essensplan und eine Einkaufsliste für einen Tag (Frühstück, Mittag, Abendessen) vor. Das Orga-Team sammelt die Pläne der einzelnen Gruppen vor und fügt sie zu einer großen Einkaufsliste zusammen. Geht einkaufen in Deutschland, da die Preise hier niedriger sind, Einkäufe werden dann mit dem Reisebus mitgenommen.

Auf Strynö

Frühstück meist gegen 7-8 Uhr, genaue Absprache erfolgt am Abend vorher, jeden Morgen frische Brötchen, Hefeteig wird am Abend vorher vorbereitet

Danach wird bis ca. 15-16 Uhr gearbeitet, mit einer Mittagspause zwischendurch

Abends gemeinsames Abendessen, Feuer an der Feuerstelle & Stockbrot mit Musik

Mahlzeiten finden nach Möglichkeit draußen statt, bei schlechtem Wetter im Essensraum bei der Küche

Wenn für die Verpflegung etwas fehlt gibt es einen kleinen Einkaufsladen auf Strynö, alternativ kann jemand mit der Fähre rüber nach Rudköbing fahren, wo es einen größeren Supermarkt gibt

An den ersten zwei Tagen auf Strynö teilten sich die Schülerinnen und Schüler auf die einzelnen Projekte auf, einige Personen sind aber je nach Bedarf und persönlichen Präferenzen auch zwischen den Projekten gesprungen

BO 21.1 „Erinnerungs-Schild“ für die Werkstatt herstellen, gutes Projekt für Arbeitspausen

Feedback-Runde am letzten Abend

 

Projekte auf Strynö

In der alten Bootswerft des Smakkecenters und im Hafen von Strynö wurde von den Schülerinnen und Schülern in Gruppen an verschiedenen Projekten gearbeitet.

Einpassung Kimmweger
Als wir uns einen neuen Plan überlegt haben, fingen wir damit an uns die einzelnen Bohlen heranzuholen um sie zuzusägen. Damit die eine Gruppe ihre Kimmweger einpassen kann, haben wir zunächst die untersten Seitenplanken zugesägt und anschließend abgerichtet und auf Dicke gehobelt. Somit konnte die andere Gruppe ihre Weger anhand der befestigten Planken einpassen.

Grobzuschnitte
Als wir die Bohle auf den Böcken abgelegt haben, haben wir zunächst ausgemessen welche und wie viele Planken wir daraus kriegen würden.
Mithilfe eines langen Metallrichtscheids haben wir uns unsere Besäumschnitte angezeichnet und anschließend mit der Handkreissäge abgesägt.
Bei den weiteren Grobzuschnitten hatten wir keine besondere Reihenfolge. Durch unseren Plan wussten wir wie viele Planken wir von welchen Maßen benötigen. Um also so wenig Verschnitt wie möglich zu haben, haben wir die Planken so aus den Bohlen gesägt, dass der Kern und die Risse wegfallen.
Passend zur Handkreissäge gab es einen Anschlag mit dem wir eine eingestellte Breite einstellen konnten. Wir sägten dementsprechend erst alle Planken auf Breite und anschließend auf Länge. Hierbei war zu beachten, dass wir nicht aufs Endmaß sägen, sondern ungefähr 10 cm rauf rechnen. Somit ermöglichten wir der nächsten Gruppe das spätere Einpassen. 

Übergabe vorbereitet
Nachdem wir alle unsere Grobzuschnitte zu gesägt haben, hätten wir als nächstes die ganzen Planken abrichten und auf Dicke hobeln müssen. Da die Planken jedoch schon im Grobzuschnitt recht dünn waren und sie sich in den nächsten Tagen durch das Trocknen weiter biegen würden, haben wir auf das Hobeln auf Dicke verzichtet und nur noch für die nächste Gruppe beschriftet.
Da wir mit dem Anfertigen der Planken fürs erste fertig waren, begannen wir damit aus altem Sperrholz L-förmige Halterungen zu sägen. Diese sollten das Befestigen der untersten Planken an das Mallengerüst erleichtern.

Fazit
Bei unserem Projekt hatten wir die Gelegenheit ein Boot von Grund auf neu zu bauen. Der Großteil aus unserer Gruppe hat im Holzbootsbau gar keine Erfahrung oder nur zum Teil in Reparaturen.
Dadurch dass wir in der Planung und Umsetzung auf uns alleine gestellt waren, konnten wir sehr gut unter Beweis stellen was wir bisher in der Ausbildung gelernt haben. Dabei sind wir an einige Hürden gestoßen, konnten aber als Gruppe schnell wieder herausfinden und fanden Lösungen.
Durch die mangelnden Erfahrungen mit dem Bau eines Bootes hat uns anfangs viel Verständnis für einige Schritte gefehlt. Nach längerer Überlegung konnten wir als Gruppe auch dafür Antworten finden und weiterarbeiten.
Mit der Zeit entwickelten wir uns in der Gruppe zu einem eingespielten Team und das Zusägen der Planken ging deutlich leichter von der Hand. Zum Teil mussten wir kaum miteinander reden, da jeder genau wusste was der nächste Arbeitsschritt sein wird.
Im Großen und Ganzen haben wir alles schaffen können was wir geplant haben und konnten viel Erfahrung in Sachen Selbstständigkeit lernen. Zudem konnten wir somit auch unser  Wissen vorhandenes Wissen nutzen und unsere ganz eigenen Schritte planen.

Austausch von eingebogenen Spanten bei einer Klinkerjolle

 

 

Reparatur der Elektrik eines 40 PS Außenbordmotors

Situation:
Der 40 PS Außenbordmotor des Motorbootes vom Smakkecenter hatte Startschwierigkeiten.
Unsere Untersuchung:

  • Systemprüfung, Spannungs- und Startstromprüfung mittels Voltmeter
  • Untersuchung der Kabel auf Brüche
  • Befund:
  • Pluspol- und Massekabel hatten jeweils einen Bruch
  • Kabelmäntel waren beschädigt, somit ist Salzwasser in das Innere der Kabel eingedrungen, welches den Bruch und starke Korrosion verursacht hat

Arbeitsschritte:

  • Abklemmen der Batterie
  • Auftrennen der Kabel, an den beschädigten Stellen, anschließendes herausschneiden der Bruch- und Korrosionsstellen
  • Abisolieren und zusammenfügen der neuen Schnittstellen, mit Kontaktspray versehen, und anschließend mittels Vulkanisierband die Stellen versiegeln

Resultat:
Der Motor sprang einwandfrei an und lief mit voller Leistung. Das Boot als wurde als Begleitboot für unseren Segelunterricht und für eine Rettungsoperation genutzt.

Herstellung und Anbringung einer weiteren Planke an den Nachbau eines traditionellen Fischerbootes

Arbeitsauftrag:
Es geht um die Herstellung einer Klinkerplanke aus sibirischer Lärche an dem Nachbau eines traditionellen Fischerbootes, namens Martha, welches in dem Museum des Smakke-Center´s ausgestellt ist.

Situationsbeschreibung:

  • Bootsbauprojekt der LBS für Bootsbauer*innen seit 2004
    • Maße vom Original abgenommen à Linienriss gezeichnet
    • 2007 mit Bau begonnen
  • Am Mallspantengerüst ist der 7. von 9 Plankengängen zu vervollständigen
    • Ein Plankengang ist pro Seite in 2 einzelne Planken aufgeteilt

Materialien:

  • Sibirische Lärche
  • Kuper Niete (d=3,3mm)
  • Baumwollfaden
  • Leinöl
  • Ree:
    • Brett mit steifer hoher Kante
    • Sperrmaße aus MDF
    • Heißkleber

Hilfsmittel/Werkzeug:

  • Nietwerkzeug
    • 2 Hämmer
    • Nietzieher
    • Kopfmacher
    • Gegenhalter
    • Kneifzange
  • Straklatten
  • Nägel
  • Landungslehre
  • Heißklebepistole
  • Flammenwerfer
  • Diverse Hobel
  • Fuchsschwanz, Japansäge
  • Diverse stationäre- und Handmaschinen
  • Pinsel
  • Schraubzwingen/Klemmen
  • Mehrere Böcke

 Arbeitsschritte:

  • Mallspantenumfang durch Anzahl der Plankengänge (9) teilen um Plankenbreite

(! beachte: ohne Landungsbreite) zu ermitteln

  • Auf jeweiligen Mallspant übertragen
  • An diesen Markierungen Straklatte annageln (! beachte: Strak vor Maß)
  • Ree (Abwicklung der Planke) anfertigen:
    • Brett zwischen unterer Planke und Straklatte anzwingen (! beachte: vermeide Verbiegung auf hoher Kante, um exakte Abwicklung zu ermöglichen)
    • Sperrmaße aus MDF anbringen
      • Obere Sperrmaße auf Höhe Unterkante Straklatte ankleben
      • Untere Sperrmaße auf Höhe Unterkante Landung ankleben

(dadurch wird zu sichtbarer Plankenbreite die Landungsbreite addiert)

  • Holzauswahl:
    • Auswahlkriterien nach Wichtigkeit abgestuft:
      • Ausrichtung der Jahrringe
      • Splintholz
      • Äste
    • Ree auf ausgewähltes Holz übertragen:
      • Sperrmaße übertragen
      • Punkte ausstraken
    • Planke mit Handkreissäge aussägen (! beachte: nötige Übermaße auf Breite und Länge)
    • Vorrichtung gebaut, um Planke beim Hobeln auf Breite fixieren zu können
    • Planke einspannen und auf Breitenmaß hobeln (! beachte: Rechtwinkligkeit beibehalten)
    • Hierbei sind wir auf Schwierigkeiten gestoßen (*siehe „Ergebnis“)
  • Auf Dicke Hobeln (15mm, Dickenhobel)
  • Ree auflegen, um Schräge der Sponung ableiten und anzeichnen zu können
    • Ableitung durch Abstand der Oberkante Ree zu Innenkante Sponung (*siehe „Ergebnis“)
  • Vorbereitung zum Biegen der Planke
    • Einhängevorrichtung für Planke beim Biegen ausdenken
  • Planke von beiden Seiten mit Leinöl tränken, um bessere Wärmeleitung und Verbrennungsschutz zu gewährleisten
  • Unter Erwärmung durch Gasflamme: So biegen die Venezianer die Planken!
  • Vorderes Plankenende absägen
  • Planke anzwingen
    • Landung anreißen
      • Tiefe mit Landungslehre anreißen
      • Breite entspricht doppelter Plankendicke
    • Ausschärfung anreißen
      • An Oberkante Planke auf 0 auslaufend
      • An Unterkante Landung auf ½ Plankendicke auslaufend
      • 20cm Länge
    • Kontur des vorderen Plankenendes nachreißen
    • Ausklinkung an untere Planke anreißen
      • Um volle Anlagefläche von Planke an Steven zu gewährleisten
    • Planke nacharbeiten
      • Landung mit Putzhobel anhobeln
      • Sponung mit Hirnholzhobel nacharbeiten
      • Ausschärfung mit Anschlag und Simshobel ausarbeiten
      • Ausklinkung auch mit Anschlag und Simshobel ausgearbeitet

Mehrfaches Überprüfen am Boot ist nötig gewesen

  • Hintere Planke des Plankengangs mit Japansäge ablängen
    • Position vom Stoß auf Backbord nach Auge übernehmen
  • Anschlag, rechtwinklig zu Oberkante der Planke anbringen
  • Planke erneut biegen
    • Planke hat sich über die Zeit gerade gezogen
    • Mit Flammenwerfer erhitzt und anschließend an Boot gezwungen
  • Planke in Sponung mit Spax-Schrauben fixiert
    • Zulage genutzt, um Risse zu vermeiden
    • zu früh für diesen Arbeitsschritt (*siehe Ergebnis)
  • Planke festzwingen und bis zur Hälfte der Länge vernieten
    • Nieten:
      • Anzeichnen (9cm Längsabstand, 15mm von Unterkante)à an alten Nieten orientiert
      • Vorbohren (rechtwinklig zur Planke, d=3mm)
      • Niete einschlagen
      • Nietscheibe mit Nietzieher von innen aufschlagen
      • Niet kurz über Nietscheibe abkneifen
      • Reststück Kupfer zu Kopf vertreiben
      • Nietkopf mit Kopfmacher glätten

àso bald von innen gehämmert wird muss von außen mit einem Gegenhalter gegengehalten werden (mind. doppelt so schwer wie Niethammer)

  • Stoß von hinterer Planke übertragen
    • Hintere Planke in falscher Position gewesen (*siehe Ergebnis)
  • Planke nach selbem Verfahren wie an hinterer Planke ablängen
  • Vorderstes Stück der hinteren Planke bis an Markierung nach oben zwingen
  • Beide Planken an Mallengerüst gezwungen und vernietet
  • Baumwollfaden mit Kalfateisen und Japanspachtel in Stöße eingeführt
  • Laschbrett herstellen:
    • Maße von anderen Laschbrettern abgenommen
    • Anfasen
    • Löcher für Niete vorbohren
  • Laschbrett mit Zulage (außen) angezwungen
  • Löcher für Niete an Stoß gebohrt
    • Vorgebohrte Löcher des Laschbretts übertragen
  • Laschbrett mit Plankenenden vernieten

Ergebnis:

Problem 1: Breitenmaß hobeln

  • Als wir die Planke auf das angerissene Breitenmaß gehobelt haben, sind wir am vorderen Ende der Planke mehrere Millimeter zu schmal geworden. Da wir die Planke mit mehreren Centimetern Übermaß in der Länge ausgesägt haben, konnten wir unser Ree so positionieren, dass das Breitenmaß über die gesamte Länge wieder ausreichend war.

Problem 2: Sponungskontur mit Sperrmaßen abnehmen

  • Wir haben beim Bau des Rees vergessen die Sponungskontur mit Sperrmaßen abzunehmen, sodass Ungenauigkeiten beim Ausmessen entstanden sind. Dadurch musste mehrmals nachgearbeitet werden, was durch eine genaue Abnahme vermeidbar gewesen wäre.

Problem 3: Vorzeitige Fixierung des Plankenendes an der Sponung durch Spaxschrauben

  • Hätten wir die Planke an dem Ende vorerst nur mit Zwingen fixiert, hätte sie sich möglicherweise durch den Druck des Plankenstoßes dichter in die Sponung gedrückt.

Problem 4: Stoß der hinteren Planke des Plankengangs in falscher Position angerissen

  • Da die hintere Planke zum vorderen Ende hin aufgrund von fehlender Vernietung ein wenig nach unten zeigte, hatten wir den Stoß nicht rechtwinklig abgelängt. Infolgedessen klemmte der Stoß beider Planken an der Unterkante und an der Oberkante entstand ein Versatz von ca. 2,554mm.

Bis auf das Stück der Planke am Stoß, wo wir Baumwollfäden zur Abdichtung einführen mussten, schloss unsere Planke mit der unteren Planke überall dicht ab.

Fazit:

Wir haben an diesem Projekt gelernt, eine Klinkerplanke herzustellen, auf traditionelle Weise mit Kupfernieten am Rumpf zu befestigen und mit Baumwollfaden zu dichten. Insgesamt sind wir mit unserer Planke sehr zufrieden; bezogen auf die Holzauswahl, die Optik der Nietköpfe, der Landung und den generellen Eindruck (Straken etc.). Das Projekt hat uns aufgrund der Gruppendynamik und der neu erlernten Kenntnisse sehr viel Spaß gemacht.

– Johannes Schrag und Ineke Stockrahm

Priwall, 17.11.2022

Instandsetzung eines Getriebeflansches einer Segelyacht

Getriebeflansch hatte sich von Wellenflansch gelöst, eine Schraube war ausgerissen, die anderen haben sich daraufhin gelöst

Lücke von 1-2 cm

Wellenflansch abgebaut, dafür musste die Welle soweit wie möglich rausgedrückt werden, um den Flansch lösen zu können

Gewinde nachgeschnitten, wenn nötig, neue Schrauben genutzt

Mögliche Ursachen: Welle / Getriebe selbst verbaut, Winkel hat eventuell nicht gepasst, daher zu viel Zug / Druck, zu viel Spannung auf den Schrauben, durch die Drehung abwechselnde Druck- und Zugspannung.

Rückblick auf die Reise

So unterschiedlich die Charaktere dieser Klasse, so unterschiedlich waren auch die Eindrücke, die wir auf Strynø machten.

Geschlossen sind die meisten begeistert und so mancher möchte noch einmal zurückkehren an diesen Ort, am dem die Zeit steht und gleichermaßen rennt. Eine der größten Herausforderungen von Vielen war wohl, das Vertrauen, dass uns entgegengebracht wurde, auch erfüllen zu können. Wo es keinen Schlüssel und größtenteils Kollektivbesitz gibt, ergeben sich ganz andere Umgangsformen und unsichtbare Regeln. Alle brachten sich jeden Tag in die Gemeinschaft ein und wurden dadurch ein kleines Stück größer. Wo einige als blutige Anfänger das Segeln lernten, konnten die erfahreneren Segler ihr Wissen an die Anfänger weitergeben. Das Kochen für 20 Personen eine aufwändige Sache ist, musste genauso gelernt werden, wie jeden Morgen um 6 Uhr Brötchen für Alle zu backen. Das frühe Aufstehen am Ende der Nacht um zum Fischernetz zu rudern, findet seine Anerkennung in den zufriedenen Gesichtern stiller Genießer von frischem, selbstgefangenem Fisch. Die siebte Planke an dem Neubau der Klinkerjolle wird für immer unsere bleiben. Stolz bleiben werden wir über die reparierten Planken und die eingedämpften Spanten in ein Boot, das unsere Vorgängerklassen vor 15 Jahren gebaut haben. Den Prototyp eines neu entwickelten Bootes auf Kiel zu legen ist spannend und hier konnten viele von uns es zum allerersten Mal selbst durchführen. Das ein gebrochener Mast beim Segeln ein großes Problem darstellen kann, wurde uns bei früher Dunkelheit im September ebenso krass bewusst, wie auch die Freude über schnell herbeieilende Hilfe durch unsere Kameraden mit dem Rettungsboot. Dessen Reparatur war nichts anderes als eine weitere Lerneinheit, genau wie die Instandsetzung von Bootselektrik, Motoren- und Getriebetechnik befreundeter Boote. Transport und Einwassern von Smakkejollen, sowie die Herstellung eines Ruderkopfes rundeten das vielseitige Erscheinungsbild unserer Tätigkeiten auf der Insel ab. Nicht zu vergessen ist die Restaurierung der stationären Holzbearbeitungsmaschinen in der pittoresken Werfthalle; Dort hängt nun auch, sichtbar für alle Nachfolgenden, unser Klassenemblem, Bo 21.1.

Die Verkettung all der verschiedenen Aktivitäten und individueller Eindrücke formt am Ende ein rundes Bild unserer gesamten Klasse: Diese Gruppe funktioniert, sie wird überall funktionieren.

Rückblickend findet das Auge beim Betrachten der Seekarte die Insel Strynø. Sie wird ein Meilenstein unserer Bootsbauausbildung bleiben.

Matthias Krueger

Projektreise der Bo 21.5 in das Smakke- und Naturcenter Strynø

Unsere Projektreise nach Strynø im Südfünischen Inselmeer fand im Zeitraum vom 24.09. bis zum 01.10.2022 statt. Für einige von uns begann die Reise schon am 23.09., weil sie mit dem Segelboot angereist sind und für die Überfahrt gute 26h brauchten auf Grund mangelnden Windes. Die bequeme Variante war die Anreise mit einem eigens dafür gebuchten Reisebus. Herr Scholmeier begleitete uns außerdem mit dem Auto und einem Anhänger für Materialien, Werkzeug und Lebensmittel. Auf Strynø besteht nämlich nicht wirklich eine Möglichkeit einkaufen zu gehen. Nach Ankunft wurden am Samstag noch Zelte aufgebaut, die Lebensmittel wurden verräumt und das erste gemeinsame Abendessen wurde zubereitet. Am Sonntag sind wir relativ entspannt in den Tag gestartet, haben uns das Museum im Smakkecenter angeschaut und konnten am Nachmittag bei besten Bedingungen Smakkejolle segeln gehen.
Am  Montag haben wir begonnen die Arbeitsplätze einzurichten und Gruppen für die einzelnen Projekte einzuteilen. Insgesamt sind es drei geworden.
Eine Gruppe setzte einen Spund in einer Planke bei einer Smakkejolle ein. Eine Andere hatte den Auftrag eine neue Planke für den Nachbau der Jolle Martha von 1918 zu bauen. Die letzte Gruppe arbeitete am Priwallpram, einem Prototypen, den Herr Krueger im Vorjahr begonnen hatte. Es wurden der Kimmweger gebaut, zwei neue Planken angepasst und die Bodenplanken gebaut.
Dienstag bis Freitag wurde tagsüber in den Gruppen an den drei Projekten gearbeitet.  Von der Arbeit befreit waren die Gruppen, die Küchendienst hatten. Vom Mittag des einen Tages bis zum Frühstück des nächsten Tages waren 3er/4er Gruppen dafür zuständig den Rest der Banausen satt zu kriegen. Herr Moon hat sich abends darum gekümmert, dass es jeden Morgen frischen Teig für Brötchen oder Brot gab, die auch von Tag zu Tag besser wurden. Einige Male wurden auch Netze zum Fischen ausgebracht, morgens wieder eingeholt und zum Mittag kam dann der Fang auf den Teller. An den freien Nachmittagen (vor allem an den zwei sonnigsten Tagen) konnte man sich Fahrräder ausleihen, die Insel zu Fuß erkunden oder einfach gemeinsam die Sonne genießen.

Fachlich war es nicht zu verachten eine Woche mit Herrn Scholmeyer und Herrn Moon zu arbeiten, ohne Druck auch mal Dinge versemmeln zu dürfen und für einige, die nicht aus Holzwerften kommen, auch sehr interessant dem Werkstoff praktischer als in den ÜLUs näher zu kommen.

Für den Zusammenhalt in der Klasse ist in dieser einen Woche  unglaublich viel passiert. Die Abende wurden gemütlich am Lagerfeuer verbracht, es wurden auch mal nicht so angenehme Gespräche geführt, für die Strynø, aber vielleicht auch einfach die richtige Plattform geboten hat. Ganz generell war es eine bereichernde Erfahrung mit 15 ganz unterschiedlichen Leuten eine Woche so eng zusammenzuleben, die ich im Leben nicht verpasst haben wollen würde!
Von Luisa Rohmer

Geklinkerter Neubau einer traditionellen Fischerjolle

Auf unserer Projektreise nach Strynø haben Joe und ich uns dem Neubau einer traditionellen spitzgatt, geklinkerten Fischerjolle gewidmet. Der Nachbau nimmt sich die im Smakkecenter ausgestellte Jolle „Martha“ als Vorbild, welche 1918 mit Spriet-Takelungen vom Stapel gelaufen ist. Der Nachbau befindet sich gerade im Prozess der Beplankung. Unser Ziel in der Woche war die vorletzte Planke an der Steuerbordseite zu fertigen und anzubringen. Ein großer auschlaggebender Ansporn unsererseits war diese Planke ohne Stoß in einer Länge zu bauen.

Der Arbeitsprozess startete mit dem Fertigen einer Schablone mit welcher der obere und untere Breitenpunkt der Planke klar festgelegt wurde. Die untere Breite wurde durch die Landung der bestehenden Planke festgelegt. Die obere Limitierung haben wir durch Anlegen einer Straklatte markiert. Joe hat in mühseliger Kleinstarbeit die bestehende Landung nachgehobelt und angepasst. Die Sponung im Vor- und Achtersteven haben wir genauso ausgearbeitet damit die Planke später den richtigen Sitz hat. Daraufhin haben drei fleißige Kollegen eine Schablone des oberen und unteren Totpunktes aus Sperrholz und Heißklebe gefertigt. Nach dem Fertigen der Schablone ging es an die Holzauswahl. Mit den groben Maßen sind wir in dem vorhandenen Holzlager schnell fündig geworden. Die Schablone haben wir mithilfe von Straklatten auf unsere ausgesuchte Lärchenbohle übertragen. Nach dem Besäumen der Bohle haben wir sie durch Abrichten und Hobeln auf unser fertiges Maß gebracht. Darauf folgte der Maßschnitt mit Vorbild unserer Schablone.  Die Landung arbeiteten wir mit Simshobeln bei.

Nach Fertigstellung der Anpassung hielten wir die Planke an und befestigten sie mit Schraubzwingen. Nachdem wir sicher gegangen sind, dass die Planke an Ort und Stelle saß und wie gewollt passte, ölten wir sie in Vorbereitung auf den Einbau in zwei Durchgängen gründlich mit Leinöl ein.

Am nächsten Tag, nach erneutem Einölen fingen wir an sie zu erhitzen mithilfe des Gasbrenners und legten uns die Hilfsmittel für den Einbau zurecht. Das Brennverfahren machte uns erst bewusst wie flexibel Holz durch Erwärmen werden kann. Nach dem gleichmäßigen behandeln durch den Brenner brachten wir die Planke an und fixierten sie mit Schraubzwingen fürs Erste. Die größte Hürde dabei war der Zeitdruck da die Planke richtig sitzen muss bevor sie wieder auskühlt. Um das Ganze zu fixieren, vernieteten wir die Planke mit Kupfernieten durch die anliegende Landung. Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit unserer Wochenleistung, da wir unser Ziel, die erste durchgängige Planke an den Neubau anzubringen, erreicht haben. All das wäre natürlich nicht verwirklichbar gewesen ohne die fachlich sehr kompetente Hilfe unseres Betreuers, Herrn Scholmeyer. Wir konnten unsere Fachkompetenz erweitern, insbesondere die Kollegen von Hanse Yachts, da diese in ihrem Betrieb solche Arbeiten nicht durchführen. Auch haben wir gelernt, uns gemeinsam einen Arbeitsplan zu machen, und diesem auch zu folgen, wir haben uns im Team hervorragend entwickelt. Für alle diese Erfahrungen danken wir unserem Klassenlehrer, Herrn Moon.
Verfasst von: Christian Grimme und Johannes Emus

DER PRIWALLPRAM

Kaum hatten sie die kleine Insel Strynø betreten Wurde ihnen der Prototyp vorgestellt. Keiner wollte die Hürde auf sich nehmen. Ein bitteres Schweigen trat ein es zog sich Stunden bis sich schließlich die drei Muskeltiere der Aufgabe stellten.
Zähneknirschend mussten die Arbeiten für eine Segeltour unterbrochen werden.

Nach der unfreiwilligen Unterbrechung nahmen die drei Lehrbuben die Arbeit wieder auf und fertigten geschwind zwei neue Kimmweger an. Bis spät in die Nacht flogen die Späne, die Hobel glühten, Lampen waren nicht von Nöten. Der erste Sonnenstrahl des Tages schien auf die nun zwei fertigen Kimmweger.

Jetzt war es an der Zeit Die Planken anzufertigen. Dafür mussten die drei Muskeltiere erst die passenden Bohlen finden und unter Anstrengung in die Werkstatt schleppen. Dort wurden die Bohlen erst an der Bandsäge besäumt, anschließend abgerichtet und im feurigen Maul des lauten Dickenhobel auf Maß gehobelt. Nachdem das feurige Biest bezwungen war, legten sich die drei Muskeltiere zur Ruh.

Kaum dämmerte der nächste Tag heran, wurden die am Vortag angefertigten Planken an die Kimmweger angepasst. Dabei flog das ein oder andere Mal eine Planke den drei Muskeltieren entgegen. Der Kampf mit den Planken war unerbittlich aber nicht unmöglich. Schon bald war auch diese Arbeit vollbracht. Die nächste Hürde waren die quer zum Kiel liegenden Bodenplanken. Mutig stellten die Sich die drei Gefährten erneut den Biestern der Werkstatt. Besäumt, abgerichtet und gehobelt wurden diese Planken nun am Priwallpram angebracht, ausgerichtet und verschraubt.

Die drei Muskeltiere Zogen nun mit neuen Erfahrungen in Holz Bearbeitung weiter auf der Suche nach Abenteuern.

Wenn sie nicht gestorben sind dann hobeln sie noch heute  Fin.

Vorgelegt von: Maximilien Temme, Max Päpke

Reparatur Smakkejolle

Unser Auftrag in der Projektwoche auf Strynoe war es eine Planke zu reparieren. An der obersten Planke war ein Stück verfault. Man hätte die ganze Planke auswechseln können, da wir wenig Zeit hatten haben wir uns für einen Spund entschieden. Das ist eine einfache und schnelle Sache einen Schaden in einer Planke zu reparieren.

Als erstes haben wir einen Spund aus Lärche angefertigt und durch die Maße des Spundes hatten wir dann gefräst . Nachdem wir den Spund ausgefräst hatten, klebten wir ihn mit Epoxy ein und schraubten ihn fest. Anschließend schliffen wir alles über, dass der Spund mit der Planke plan ist. Als nächstes folgten die Lackierarbeiten. Wir lackierten die Planke mit weißem Lack.

Nun ist die Smakkeljolle wieder bereit zum Segeln und unser Spund hält hoffentlich einige Jahre.

Zambrano Kammermeier

Aggressive Krabben und ein verrückter Kapitän

Wir kamen auf Strynö an und nach einer kurzen Zeit sahen wir unser Angelboot. Das Wetter war trüb und regnerisch. Wir hatten circa 1 Meter Wellengang doch der 40 Ps Außenborder pflügte uns mit dem Motorboot des Smakkecenters durch die Ostsee. In der Dämmerung des ersten Abends fuhren wir raus. Wir folgten den Möwen da wir wussten, dass sie uns zu den Fischgründen führen. Wir fuhren einmal um die ganze Insel. Als das Licht der untergehenden Sonne in der Spiegelung des Wassers unsere Augen blendete, war es Zeit.

Wir legten das erste Mal ein zerlöchertes altes Fischernetz aus. Die Fische bewegen sich abends Richtung Küste und verbringen dort die Nacht und schwimmen am Morgen wieder in die tieferen Gewässer. Dabei schwimmen sie uns ins Netz. Da wir nicht die einzigen hungrigen Räuber sind müssen wir extra früh zuschlagen, bevor die Krabben unser Frühstück fressen.

Deshalb begann unser Tag um 4.44. Wir sprangen aufs Boot und trotz Wind und Wetter suchten wir die Bojen an denen die Stellnetze angebracht waren. Mit hoher Erwartung holten wir die Netze ein, doch wir hatten eine Fangflaute. Nach einem Wechsel des Fischgrundes und dem Tausch zu einem größeren Stellnetz hatten wir den langersehnten Erfolg 3 Schollen: 1 Hering, Krabben und ein Dorsch. Den Dorsch ließen wir frei, er darf noch wachsen.

Der Erfolg stand uns ins Gesicht geschrieben. Um dorthin zu kommen bedurfte es aber viel Vorbereitung.

Wir brauchten Rettungswesten und Wathosen. Die Wathosen hatten ihre besten Jahre hinter sich und haben öfter leck geschlagen. Nasse Füße blieben nicht aus. Doch das waren nicht unsere einzigen Hürden. Das erste Netz hatte starke Gebrauchsspuren und musste repariert werden. Teilweise konnten wir die Schäden beheben, doch wir fanden auch ein breiteres, längeres Netz. Mit welchem wir bessere Fänge erzielten. Captain Ling Ling war unser erster Steuermann. Eines windigen Tages führte er das Fischerboot in den Hafen. Bei der Einscherung in das Hafenbecken kollidierte die Schiffschraube mit dem Steinwall des Hafens. Er schaffte es trotz dessen, das beschädigte Fischerboot zwischen den Pfählen zu einem sicheren Hafenplatz zu führen. Die entstandenen Schäden konnten glücklicherweise behoben werden. Wir tauschten den Captain sofort aus.

Fazit:

Wir haben viel über die Flora und Fauna auf Strynø gelernt, Wir hatten zum ersten Mal die Erfahrung mit Stellnetzen zu fischen und wir haben es geschafft. Zu den Erfahrungen gehört, dass die Qualität der Netze am wichtigsten ist. Genau wie die Suche nach dem Ruhegebiet der Fische. Die Ostsee ist Überfischt. Trotzdem hat uns diese Art der Fischerei am frühen Morgen total begeistert und uns als Gruppe zusammengeschweißt. Wir werden Freunde bleiben bis zum Ende unseres Lebens und danken unserem Klassenlehrer, Herrn Moon, für die Möglichkeit dieser einzigartigen Reise!

Pius Halbig, Jerry Hesse, Nick Adamek und Dorian Beer

Anfertigung des Klassen-Emblems

Gemäß der Tradition wurde während der Projektreise, der Klasse Bo 21.5 nach Strynǿ in der Zeit vom 26. – 30.09.2022, ein „Klassen-Emblem“ entworfen und ausgearbeitet. Zunächst gab es eine Ideensammlung der Reisegruppe zum Motiv. Auf Grundlage der Ideen wurde eine erste Skizze angefertigt, die nach positivem Feedback der Klasse umgesetzt wurde.

Der Werkstoff war frei wählbar, es konnten die vorhandenen (Rest-) Materialien nach Belieben verarbeitet werden. Die Wahl fiel auf ein Kieferbrett aus dem das Emblem angefertigt wurde.

Der erste Schritt zur Ausarbeitung bestand aus der Übertragung der Skizze mit Hilfe eines Winkels und einer Straklatte auf das Holz. Bei der anschließenden Anfertigung wurde die Außenkontur mit Hilfe der Bandsäge ausgeschnitten und für das Motiv ein Stecheisen und ein Schnitzmesser verwendet.

Nach Fertigstellung unterschrieben alle Teilnehmer der Reise auf dem Emblem, das als Erinnerung an den Besuch der Klasse in der Werkshalle zu den anderen Emblemen der Vorgänger aufgehängt wurde.

Fazit: Die 3-tägige Arbeit an der Erstellung unseres Emblems war ein gemeinsamer kreativer Prozess, deren Umsetzung Julias Verantwortung unterlag. An der Ideenfindung waren alle Reiseteilnehmer beteiligt. Es hat Freude bereitet außerhalb der alltäglichen Arbeit im Betrieb bzw. der Schule ein Werkstück durch eigene Kreativität zu erstellen und dem Gastbetrieb als Erinnerung zu hinterlassen.

Vorgelegt von: Julia Fenzke, Katja Kreip

Klassenfahrt der Bo 21.3 nach Strynø

 

Verfasser: M. Ginsky, V. Hansen, C. Holzapfel, N. Kiesecker

Reisezeitraum: 27.08. – 03.09.2022

Reisebericht:

Es wurde sich demokratisch dazu entschieden, die Klassenfahrt nach Strynø zu machen. Nach einer langen Busfahrt über Land und der anschließenden Fahrt mit der Fähre kamen wir bei schönem Wetter auf der Insel Strynø an. Einige von uns waren auch selbst mit ihren Booten angereist, kamen aber wegen ungünstigen Winden erst einen Tag später an. Für die Beteiligten waren das Abenteuer des Segelns und der Wille, gut zu planen um möglichst pünktlich zu sein einer der Höhepunkte der Reise.

Strynø wirkte auf uns ruhig und beschaulich und auch das Smakke Center mit dem angeschlossenen Museum, der kleinen, netten Werkstatt, den Zelten, dem Shelter und auch die lokalen Smakke Jollen sorgten für einige Vorfreude.

Zusätzlich zu den gemeinsamen Aktivitäten rund ums Camping, wie Fußball spielen, gemeinsames Lagerfeuer und das Übernachten im Shelter war das gemeinsame Kochen und Essen eines der Highlights. Neben täglich frisch gebackenen Brötchen gab es auch regionale Spezialitäten wie Leberpastete und auf der Insel gesammelten Pflaumen, Äpfeln und Beeren. Gekocht wurde in täglich wechselnden Teams, von denen jedes eigene Rezepte vor der Fahrt herausgesucht und die Zutaten eigekauft hatte.

Diese Teamarbeit, die bei den Bootsbau-Projekten fortgeführt wurde, war einer der schönsten Bestandteile der Reise, da sich im Inselalltag alle noch persönlicher als in der Schule kennenlernen konnten. Der Klassenzusammenhalt wurde auf jeden Fall durch diese gemeinsamen Erfahrungen wesentlich gestärkt.

Auch die Arbeit vor Ort selbst war eine der bemerkenswertesten Teile der Reise. Das Reparieren des Dickenhobels, das Anfertigen von Mallspanten und viele andere Arbeiten waren für die Beteiligten die eindrucksvollsten Erlebnisse auf der Insel.

Die Highlights der Klassenfahrt im Überblick:

– Maschinen reparieren und an Bootsbau-Projekten arbeiten
– Segeln mit den Smakke Jollen
– Fischen
– Top Wetter ohne Regen
– Entspannte Atmosphäre zum besseren Kennenlernen
– Fluoreszierende Algen
– Reise auf eine „einsame Insel“
– Kochen in Teams und gemeinsames Essen
– Selbstgebackene Brötchen

Die durchgeführten Arbeiten im Überblick:

– Mallspanten anfertigen:            1:1 Linienriss aus maßstäblicher Zeichnung erstellen, Maße abnehmen und Spiegel Abwicklung erarbeiten, Mallengerüst bauen
– Dickenhobel/Abrichte wieder in Gang setzen
– Planken anfertigen und einbiegen
– Spanten neu einbiegen
– Außenborder warten und in Betrieb nehmen
– Ruderblatt mit Pinne anfertigen

Bild 1: Mallspanten anfertigen: 1:1 Linienriss aus maßstäblicher Zeichnung erstellen

Bild 2: Mallspanten anfertigen: Mallengerüst bauen

Bild 3: Planken anfertigen und einbiegen

Bild 4: Erkunden von Inseln in der Nähe von Strynø mit Smakke-Jollen

Bild 5: Gemeinsames Essen auf dem Gelände des Smakke Centers